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In Syrien hat die Gewalt gegen Christen nach dem Sturz des Diktators Baschar al-Assad erheblich zugenommen. Das Land steigt im Weltverfolgungsindex 2026, der diese Woche verΓΆffentlicht wurde, vom 18. auf den 6. Platz auf. Mindestens 27 syrische Christen wurden im vergangenen Jahr aufgrund ihres Glaubens getΓΆtet, darunter 22 bei einem Selbstmordanschlag auf eine orthodoxe Kirche in Damaskus im Juni.
Unter dem Regime der HTS-Koalition leben viele Christen in Unsicherheit. Die Angriffe auf religiΓΆse GebΓ€ude und christliche Symbole haben stark zugenommen. In dieser Situation sind Christen versucht, ins Exil zu gehen. Derzeit leben nur noch 300'000 Christen in Syrien β Hunderttausende haben das Land verlassen. Eine Γ€hnliche Entwicklung hat sich bereits im Irak (18) abgespielt und ist derzeit im gesamten Nahen Osten zu beobachten.
Die LΓ€nder, die den christlichen Glauben am stΓ€rksten bekΓ€mpfen
Gemessen an der Gesamtzahl der betroffenen Christen weist diese Region das hΓΆchste Ausmass an religiΓΆser Verfolgung auf: Die 14 LΓ€nder Subsahara-Afrikas, die im Weltverfolgungsindex aufgefΓΌhrt sind, haben mehr als 721 Millionen Einwohner. Fast die HΓ€lfte davon sind Christen.
Nigeria bleibt das weltweite Epizentrum tΓΆdlicher Gewalt gegen Christen.
Von den 4849 Christen, die wΓ€hrend des Berichtszeitraums weltweit aufgrund ihres Glaubens getΓΆtet wurden, waren 3490 Nigerianer. Auch Mali und Sudan verzeichneten ein bisher unbekanntes Ausmass an Gewalt gegen Christen. In mehreren LΓ€ndern sΓΌdlich der Sahara begΓΌnstigt die politische InstabilitΓ€t die Zunahme der Verfolgung. Sie fΓΌhrt zu Massakern in der Demokratischen Republik Kongo, ΓΆffentlichen Hinrichtungen in Somalia und Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik und in Mosambik.
Nach einem von Gewalt geprΓ€gten Jahr fΓ€llt Bangladesch vom 24. auf den 33. Platz im Index zurΓΌck. Der InterimsprΓ€sident Muhammad Yunus plΓ€diert fΓΌr Religionsfreiheit, doch die bevorstehenden Wahlen kΓΆnnten die islamistischen Spannungen wieder aufflammen lassen.
In Malaysia hat der Oberste Gerichtshof acht Jahre nach der EntfΓΌhrung von Pastor Raymond Koh die Wiederaufnahme der Ermittlungen angeordnet und den Staat wegen Machtmissbrauchs zu einer Geldstrafe von mehr als 7,4 Millionen Dollar verurteilt. Die Polizei muss regelmΓ€ssig Rechenschaft ablegen.
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